Theater an der Effingerstrasse

Theater an der Effingerstrasse

Über die Organisation

Von 1996 bis heute

Die Geschichte der Bühne reicht in das Jahr 1951 zurück. Damals zog
das Atelier Theater in das frisch erbaute Haus an der Effingerstrasse
ein. Friedrich Dürrenmatt inszenierte hier in der Spielzeit 1959/60
eines seiner berühmtesten Werke, «Der Besuch der alten Dame».

Als die öffentliche Hand 1995 beschloss, zukünftig die Subventionen
in der Höhe von 1,2 Millionen Franken zu halbieren und dafür vermehrt
die freie Szene zu unterstützen, entschied die Atelier Theater AG, den
Betrieb zu schliessen.

Unter dem Motto «Und der Vorhang hebt sich doch» wagte es der
Theatermacher, Regisseur und Autor Markus Keller zusammen mit Ernst
Gosteli, ehemaliger kaufmännischer Leiter des Stadttheaters, und der
Schauspielerin Marianne Weber, das Theater unter neuem Namen und ohne
Subventionen wiederzueröffnen. Die erste Spielzeit startete am
4. Oktober 1996 mit einem Stück von Irmgard Keun, «Das kunstseidene
Mädchen». Damals konnte sich noch niemand vorstellen, welche
Erfolgsgeschichte das Theater nach diesem mutigen Neuanfang schreiben
würde.

Mittlerweile ist das Theater an der Effingerstrasse schweizweit
bekannt, gehört zu den meistbesuchten Spielstätten im Land und wird auch
wieder durch öffentliche Gelder unterstützt. Nahezu zwei Drittel der
Einkünfte werden jedoch durch verkaufte Eintritte generiert, wozu die
hohe Zahl der Abonnent:innen wesentlich beiträgt. Im Spielbetrieb sind
in jeder Saison neun Eigenproduktionen zu sehen, darunter ein
Jugendstück. Der vielseitige Spielplan, der sich aus Klassikern,
zeitgenössischer Dramatik sowie Film- und Literaturadaptionen
zusammensetzt, kommt beim Publikum gut an.

Nach über 200 Produktionen feierte das Team am 4. Oktober 2016 das
20-jährige Bestehen des Theaters. «Wir feiern nicht die Zahl zwanzig,
sondern unser Publikum, das uns all die Jahre mitgetragen hat, und all
die Geschichten, die wir auf die Bühne gebracht haben, die unsere
Zuschauerinnen und Zuschauer begeistern, inspirieren und berühren»,
sagte damals der künstlerische Leiter Markus Keller.

Mit knapp 36 000 Eintritten erreichte das Theater in der Saison
2018/19 einen vorläufigen Höhepunkt bezüglich Zuschauerzahlen. In der
darauffolgenden Spielzeit musste es jedoch aufgrund des Coronavirus
während drei Monaten seine Türen schliessen. Zwei geplante Produktionen
konnten nicht gezeigt werden. Stattdessen produzierte das Theater eine
kleine Serie, «Business Class» von Martin Suter, die auf die Website
gestellt und unentgeltlich angeschaut werden konnte. Das Echo war
überwältigend und das Publikum fühlte sich mehr denn je mit dem Haus
verbunden.

Künstlerische Leitung: 1996-2019: Markus Keller
2019-2022: Alexander Kratzer (zwei Spielzeiten)
ab Spielzeit 2022/23: Christiane Wagner

Gesuchte Einsatzbereiche: 
Kunst + Kultur

Ansprechperson(en): 

Christiane Wagner 
künstlerische Leiterin
076 756 30 86

Standort(e)